Wyoming 2017 – Zurück nach Casper (Tag 10)

Leaving Yellowstone Country, back to Casper | Unsere Fahrt zurück vom Yellowstone Country nach Casper

Reisebericht/Our trip

After beautiful days in Yellowstone Country it was time to drive back, so happy about the things we experienced, and a bit sad that the time here was over. The original idea was to leave Yellowtone through Lamar Valley and to take the Beartooth Pass route. This is supposed to be one of the most scenic routes in North America, but we were a bit too early and the pass was still closed. So going south passing the Grand Tetons is of course not a bad deal either, so we booked the last night (not a cheap one…) in a cabin at Colter Bay Village, and the plan was to see the Tetons in awesome morning light, have a little hike around Jenny Lake etc.

However, the weather forecast was absolutely right, and it was completely foggy in the morning and the drizzle soon turned into snow. So after breakfast we decided to leave without seeing any of the mountain, lakes and Snake River scenery. Then going up to Togwotee Pass we drove through heavy snowfall, at least the road stayed clear. Then most of our drive back it rained, but we made a nice stop at Dubois getting some Indian jewelry, and we saw the beautiful rocks along the Wind River few miles after Dubois.

Not much to tell about the rest of the drive, but always enjoying the prairie scenery, and reviewing the last days while driving. Early evening we arrived in Casper and were welcomed with a good meal!

So yes, there’s a bit of disappointment about the weather, but the whole trip was great and so many pictures and experiences to take with us. And this place will see us again!

Nach den schönen Tagen im Yellowstone und unserer Fahrt nach Colter Bay war es nun Zeit für die Rückfahrt nach Casper. Glücklich über die vielen tollen Dinge, die wir gesehen und erlebt hatten, und ein bisschen traurig dass die Tage vorbei waren. Meine ursprüngliche Idee war, über das Lamar Valley im Nordosten den Yellowstone National Park zu verlassen und über den Beartooth Pass zu fahren. Das soll eine der schönsten Autostrecken in Nordamerika sein, aber wir waren leider etwas zu früh im Jahr hier – der Pass war noch geschlossen. Die Alternative über den Süden und die Grand Tetons ist auch nicht schlecht, und so hatten wir eine ordentlich teure Übernachtung in einer Hütte in Colter Bay Village am Jackson Lake für die letzte Nacht gebucht. Natürlich mit der ursprünglichen Vorstellung, mit einem fantastischen Sonnenaufgang, einer kleinen Wanderung um den Jenny Lake und mit einer einfach tollen Landschaft ein paar Stunden zu verbringen, bevor wir uns auf die Rückfahrt machten.

Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, und wir wachten mit tiefen Wolken, Nebel und Nieselregen auf. Letzterer verwandelte sich bald in einen nassen Schneefall, so dass wir uns schweren Herzens bald nach dem Frühstück auf die Rückfahrt machten. Vorbei an der Moran Junction ging es dann hinauf zum Togwotee Pass, der die Absaroka Mountains auf 2944 m Höhe durchquert. Der Schneefall wurde weiter oben richtig dicht, und wir waren froh dass wenigstens die Straße frei blieb. Auf der anderen Seite dann hinunter nach Dubois, ein sehr nettes „Cowboy“-Städtchen, wo wir uns mit ein bisschen Indianerschmuck eindeckten. Hier und der größte Teil der Rückfahrt regnete es mehr oder weniger. Immerhin sahen wir noch die tollen Felsen entlang des Wind Rivers etwas unterhalb von Dubois.

Von der restlichen Strecke gibt es nicht mehr viel zu berichten, trotzdem war es immer wieder schön (auch bei trübem Wetter) durch die Prärielandschaften zu fahren, und wir hatten viel Zeit unsere Erlebnisse der letzten Tage zu erzählen und zu vertiefen. Am frühen Abend waren wir dann in Casper, und wir wurden mit einem tollen Abendessen begrüßt.

Natürlich war es ein bisschen enttäuschend, dass mit dem Wetter unsere Pläne für heute nicht aufgegangen waren, aber insgesamt waren die Tage einfach toll, und wir kommen einfach wieder!

Natur/Nature

The Grand Tetons are the youngest mountain range in Wyoming, they are less than 10 millions of years old and they are still rising today! This is caused by an extensional fault in the crust of the earth, meaning that tectonic forces are pulling the crust apart in east/west direction. The western part (the Grand Tetons) are rising while the eastern part (the valley around Jackson Hole) is sinking. The vertical displacement may be up to 25.000 feet! This sounds like earthquake country but so far only minor earthquakes have occured here in human history. Another force that shaped this landscape are the glaciations that have occurred here. The latest glaciations were the Buffalo Glaciation (about 200.000 years ago) when the Jackson Hole area was filled with more than 2.000 feet of ice. After this the Bull Lake glaciation followed, which enden around 130.000 years ago. And finally the Pinedale glaciation that ended around 15.000 years ago. Especially the latest glaciation resulted in morains, carving of the mountains, leaving many lakes that created the landscape of today.

Die Grand Tetons sind Teil des jüngsten Gebirges von Wyoming mit einem Alter von weniger als 10 Millionen Jahren, auch heute noch dauert die Bergbildung an! Dies wird verursacht durch einen Bruch in der Erdkruste, die Platten werden hier von den tektonischen Kräften in Ost/West-Richtung auseinandergezogen. Dabei wird der westliche Teil (die Grand Tetons) nach oben geschoben, und der östliche Teil (um Jackson Hole) sinkt. Der vertikale Unterschied beträgt dabei vielleicht mehr als 8.000 m! Dabei denkt man natürlich an Erdbeben, aber zumindest in der Geschichte der menschlichen Besiedlung sind nur kleine Erdbeben bekannt. Größere Erdbeben sind dennoch nicht auszuschließen. Eine andere Kraft, die die Landschaft hier formte, waren die Gletscher während den verschiedenen Eiszeiten in der Region. Aus jüngerer geologischer Vergangenheit sind drei Eiszeiten bekannt. Die Buffalo Eiszeit (vor rund 200.000 Jahren) füllte das Gebiet um Jackson Hole mit Eismassen von über 600 m Höhe. Danach folge die Bull Lake Eiszeit, die vor ca. 130.000 Jahren endete. Es folgte schließlich die Pinedale Eiszeit, die vor ca. 15.000 Jahren endete. Vor allem letztere war für die Bildung der heutigen Seen, Moränen und Felsformationen verantwortlich.

Menschen/People

In our cabin at Colter Bay Village we were surprised to read that this cabin was part of a movie set for The Big Trail… from 1930 which starred John Wayne. After this the cabin became a guest cabin at the old Moran village which was demolished in 1956. After this Colter Bay was constructed and our little cabin was relocated and some plumbing and electricity added. Other than that it’s still the cabin from the old movie set!

On our way back from the Tetons area we drove up to Togwotee Pass. This is named after famous Chief Togwatee of the Sheepeater Shoshone. He was a guide to many expeditions in the area and led a government party across the pass in 1873. Chief Togwatee eventually became an important leader of the Wind River Shoshone and was also known for this skill as shaman.

In unserer Hütte an der Colter Bay wartete eine kleine Überraschung auf uns: Diese Hütte war Teil eines Filmsets des Films The Big Trail… mit John Wayne aus dem Jahr 1930. Anschließend wurde diese Hütte für Gäste benutzt im alten Städtchen Moran, das 1956 zerstört wurde. Anschließend wurde Colter Bay errichtet, und unsere Hütte wurde hierher versetzt. Abgesehen von Wassser- und Stromanschluss ist das immer noch die Hütte aus der Zeit des Films!

Auf der Rückfahrt von den Tetons führte uns die Straße über den Togwotee Pass. Dieser ist benannt nach Häuptling Togwatee der Sheepeater-Schoschonen. Er war ein verlässlicher Führer bei vielen Expeditionen in dieser Region, und führte eine Gruppe der amerikanischen Regierung über den Pass im Jahr 1873. Häuptling Togwatee wurde schließlich ein wichtiger Anführer der Wind River Schoschonen und war auch für seine Begabung als Schamane bekannt.

Reisetipps/Travel tips

Cold weather and snow can occur in higher altitudes in Wyoming all year round, not only in late spring when we travelled this area. So it’s good advice to have warm clothing with you, good equipment for hiking and also check the weather forecast regularly.

Besides the wonderful mountain ranges of the Grand Tetons, Absaroka and Wind River Mountains that we touched on this day I highly recommend to visit Dubois and the Wind River valley. Great rock formations and views, a nice „Western Style“ town and the vicinity to the mentioned mountain areas make this a worthwile travel destination.

Kälte und Schnee treten in Wyoming in höheren Regionen das ganze Jahr über auf. Daher sollte man warme Kleidung und für Wanderungen passende Ausrüstung bei sich haben. Den Wetterbericht sollte man ebenfalls gut verfolgen.

Neben den beeindruckenden Bergen der Grand Tetons, den Absarokas und den Wind River Mountains an denen wir an diesem Tag (mehr oder weniger) entlang fuhren, kann ich das Städtchen Dubois und das Tal des Wind Rivers in der Region wärmstens für einen Besuch empfehlen. Tolle Felsformationen und Blicke, ein hübsches „Westernstädtchen“ und die Nähe zu den erwähnten Bergen machen dies zu einem absolut lohnenswerten Reiseziel.

Fotos/Photos

Our cabin at Colter Bay

Somewhere in the background: The Grand Tetons!

Somewhere near Moran Junction

The Snake River

Driving up to Togwotee Pass

Dubois

Dubois

Names in the wooden planks in Dubois

Dubois

The Wind River Valley near Dubois

The Wind River Valley near Dubois

The Wind River Valley near Dubois

The Wind River Valley near Dubois

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