Bretagne 2020 – Tag 11 – Lokemo und GR 34

Nach dem heißen Tag gestern ist für heute Wolken und Abkühlung angesagt, jetzt spüren wir nach den schönen und faulen Badetagen auch wieder die Entdeckerlust. Wir lassen das Auto noch einmal stehen und starten eine schöne Wanderung von Lokemo aus. Durch den Ort geht es (kurz aber steil) hoch auf das nahe Plateau im Hinterland, das ca. 50 – 100 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Vorbei geht es an ein paar kleinen Örtchen und einem schönen Château, Hortensien und andere Blumen sind noch am Blühen. Ansonsten ist hier – wie in vielen Gegenden der Bretagne – viel Landwirtschaft. Hecken, Wälle und Steinmauern schützen vor Wind und Wetter, und so wird auch uns zwischendurch ordentlich warm beim Wandern, trotz gemäßigter Temperaturen.

Dann nach einiger Zeit der Abstieg zum GR 34, ein großer Fernwanderweg (Grande Randonée) rund um die Bretagne entlang der Küste. Von hier aus wieder in nördlicher Richtung auf diesem wunderschönen Weg zurück nach Lokemo. In der Ferne droht schon ein wenig der Nebel, aber bei uns gibt es noch sonnige Momente. So hat es heute ein ganz besonderes, eigenartiges Licht, das diese Landschaft gelegentlich fast unwirklich erscheinen lässt. Felsen in vielen Farben, bunte Flechten und Blumen. Das Grün von Farn, Gras und Meerfenchel. Und natürlich das Meer, heute in Blau und Grautönen, die in der Ferne in den Dunst übergehen. Man mag gar nicht aufhören mit Schauen und Staunen.

Abends kommt der Nebel noch näher und verhüllt den Pointe de Sehar, das Meer klingt gedämpft und die Wellen nehmen sich stark zurück. Auch hier noch einmal magische Momente, fast vor unserer Haustür…

  • Altes Hotel in Lokemo