Bretagne 2020 – Tag 3 – Lokemo

An unserem ersten Tag in Lokemo – der dritte unseres Urlaubs – ließen wir nach der langen Anreise das Auto stehen, stattdessen ging es auf eine kleine Erkundungstour zu Fuß.

Wir starteten vom Pointe de Sehar, eine kleine Landzunge im Meer bei Lokemo. Das Städtchen ist noch relativ einfach und nicht zu touristisch, verglichen mit anderen Orten in Richtung der nördlich gelegenen Côte de Granit Rose (Rosa Granitküste), die wir auch noch besuchen wollten. Wir folgten dem Sträßchen entlang dem gemütlichen Hafen, vorbei am größten Strand des Ortes “Plage de Notigou”. Von hier den Hügel hoch zu einer kleinen neolithischen Megalithanlage, dem Dolmen von Roscoualc’h. Kein spektakulärer Ort, aber doch eine schöne erste Begegnung mit der reichhaltigen keltischen/neolithischen Geschichte der Bretagne.

Dann weiter zur Halbinsel An Dourven mit einem wunderschönen Rundweg am Meer entlang. Tolle Blicke auf das Meer auf der einen Seite, wunderschöne Bäume (Kiefern, Eichen, …) sowie Felsformationen auf der anderen Seite Mitten auf der Halbinsel eine kleine Kunstgalerie, die wir aber an diesem Tag nicht besuchen, und die evtl. auch schon seit längerer Zeit geschlossen ist. Auf der von Lokemo abgewandten Seite finden wir einen weiteren kleinen, toll gelegenen Strand – den Plage de Saint-Quiriou (bzw. Plage de Kirio auf bretonisch).

Dann geht’s langsam wieder zurück zum Hafen, das Wasser ist inzwischen weitgehend verschwunden. Immerhin gibt es hier wie überall in der nördlichen Bretagne einen ordentlichen Tidenhub. In Lokemo von bis zu über 8 m unterschiedlicher Wasserstand zwischen Ebbe und Flut. Daher sieht man hier in den Häfen viele Boote und Segelschiffe entweder auf die Seite gekippt, oder mit Unterstützung links und rechts versehen.

Am Abend setzen wir uns noch eine Weile an den Kiesstrand, der in Richtung Westen zeigt. Der Sonnenuntergang ist heute wenig spektakulär, der Himmel ist bewölkt und es ist inzwischen auch etwas kühler geworden.